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SHIATSU – DIE KUNST DES BERÜHRENS

Shiatsu berührt und bewegt das ganze Pferd und kann ihm in unterschiedlichen Lebenssituationen begleiten: Bei Verspannungen, nach einer Operation, bei seelischem Schmerz. Die Berührung ist achtsam und raumgebend, konkret und tief, klar und offen; sie ist das Herz von Shiatsu. Shiatsu basiert auf dem traditionellen chinesischen Konzept von Gesundheit. Das Verständnis der Lebensbewegung als Yin und Yang, die Aspekte der fünf Elemente sowie die Verläufe und Funktionen der Meridiane sind die Grundlagen einer Behandlungsform. Die Meridiane sind nach Auffassung der Traditionellen Chinesischen Medizin die Leitbahnen, durch die das Qi hindurchfliesst. Es werden hauptsächlich zwölf Meridiane unterschieden, die den Körper durchziehen und auf der Körperoberfläche stimuliert werden können.

Im System der Meridiane fliesst das Qi im Normalfall ungestört. Äussere und innere Einflüsse können jedoch das System verändern, stören oder gar blockieren. Aufgrund dieser Einflüsse können Stauungen oder Umgehungskreisläufe entstehen. In der Chinesischen Medizin werden diese Blockaden oder Stauungen von Energieflüssen behandelt. Jeder Krankheit liegt eine Störung im Meridiansystem zugrunde. Diese kann entweder punktuell lokalisiert werden oder es wird ein ganzer Meridian behandelt. So kann die Lebensenergie wieder in Fluss gebracht werden.


 


Die 5 Elemente

 
Die 5 Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser sind gemäss Traditioneller Chinesischer Medizin ein Ausdruck dafür, dass alle Organe und alle möglichen Beschwerden innerhalb eines Funktionskreises miteinander in Verbindung stehen. Bei komplexen Krankheiten mit mehreren Symptomen bewirkt diese Sichtweise, dass verschiedene Beschwerden mit einer einzigen Krankheitsursache erklärt werden.Hierdurch besteht die Möglichkeit, nicht nur symptomatisch, sondern die Ursache zu therapieren.

Holz - Feuer - Erde - Metall - Wasser (Der Kreislauf)
Die 5 Elemente bilden einen Kreislauf, indem sie sich gegenseitig nähren und ineinander umwandeln: Das Holz nährt beim Verbrennen das Feuer, welches das Holz in Asche verwandelt. Die Asche wird zu Humus und zu neuer Erde. In der Erde entstehen Metalle, die den Morgentau (das Wasser) anziehen, der wiederum die Pflanze und damit das Holz nährt.

Yin und Yang
Die Traditionelle Chinesische Medizin unterteilt die gesamte Energie und alle Organe des Körpers in Yin und Yang. Yin und Yang sind sowohl entgegen gesetzte als auch sich ergänzende Prinzipien, respektive Kräfte. Diese Kräfte beschreiben Zustände, die nicht starr oder absolut sind, sondern sich immer wandeln können. In jedem Yin ist ein Anteil von Yang enthalten und umgekehrt.